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Meine Webseite zielt nicht darauf ab, eine wissenschaftliche Abhandlung zu werden. Sie soll nur ein Album von schönen Pflanzenbildern sein und dem interessierten Hobbybotaniker die Flora (und etwas Fauna) von Kreta und Rhodos näher zu bringen. Die folgenden Bilder sind alle von mir im Laufe der letzten Jahre, mit einer NikonD90 mit einem micro60mm/micro105mm Macro aufgenommen worden und anschließend mit Adobe Photoshop bearbeitet worden, wobei ich auf Farbtreue besonderen Wert gelegt habe. Die Pflanzen sind alphabetisch nach den lateinischen Bezeichnungen sortiert und ein deutscher Name, soweit vorhanden, ist auch angegeben. Letzterer kann natürlich variieren, je nachdem bei welchem Autor man sich informiert. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, wobei ich aber alle Pflanzen, die ich bisher gefunden habe, auf den Chip gebannt habe und hier wiedergeben will. Über die Häufigkeit einer Pflanzenart kann ich hier keine Aussage machen, da man die einzelnen Biotope auf viel längere Zeit beobachten muss.
Die Grundlage für die Bestimmung meiner Pflanzen die ich auf Kreta und Rhodos gefunden habe, ist in der einschlägigen Literatur zu finden. Es gibt aber auch im Internet einige Webseiten, die ich als Informationsquelle genutzt habe; so z.B. von "U.Grabner" und "M.Hassler". Zu großem Dank bin ich Herrn Ralf Jahn verpflichtet, er hat mir bei der Bestimmung vieler Pflanzen auf Bilder geholfen. Natürlich können trotz großer Bemühungen meinerseits noch Fehlbestimmungen auftreten, da ich nur ein interessierter Laie bin.
Literaturhinweise:

I.+P Schönfelder: Atlas Mittelmeer- und Kanarenflora, Kosmos Verlag Stuttgart, 2002
I.+P. Schönfelder: Die neue Kosmos-Mittelmeerflora, Kosmos Verlag Stuttgart, 2008
W. Strasser, Pflanzen des Peleponnes, Gantner Verlag Vaduz/Lichtenstein, 2002
W. Strasser, Die Pflanzen der östlichen Ägäis ... , Gantner Verlag Vaduz/Lichtenstein, 2006
H.P. Siebenhaar, Rhodos, Michael Müller Verlag, Erlangen, 2007
C.A.J. Kreutz, Die Orchideen von Rhodos und Karpathos, Valkdruk, Landgraaaf, NL, 2002
H. Kretzschmar, G. Kretzschmar & W. Eccarius, Orchideen auf Rhodos, Uhlstädt, 2001
J.Fielding, N.Turland, B.Mathew, Flora of Crete, Italy, Printer Trento, 2008
Kleinsteuber, A, Ristow, M & Michael Hassler (Hrsg.) (2016): Flora von Rhodos & Chalki. Band 1. 608 Seiten

Für Hinweise und Berichtigungen bin ich immer dankbar, bitte benutzen sie meine E-mail: hans-werner-graf (at) t-online.de. Sie soll nicht einfach anklickbar sein, um mich ein bisschen vor Spam's zu schützen.

 

 

Flora und Fauna auf Kreta

Kreta ist die fünftgrößte Insel im Mittelmeerraum und ist in Ost-Westrichtung etwa 254 km lang. Die Breite variiert von etwa 12 km an der schmalsten Stelle bis zu 56 km an der Breitesten. Sie liegt ziemlich zentral zwischen den drei Kontinenten Europa, Asien und Afrika und ist damit der südlichste Teil von Europa.
Die Insel wird geprägt von den vier Hauptgebirgszügen: im Westen erheben sich die Lefka Ori (Weiße Berge) mit etwa 2450 m Höhe; in Zentralkreta das Ida-Gebirge (2456 m); östlich davon das Dikti-Gebirge (2148 m) und auf der Sitia-Halbinsel die Orno-Kette und das Thripti-Massiv. Dazwischen liegen zum Teil ausgedehnte Hochebenen, wie die Lasithi- Nida- und die Omalos-Ebene, die überwiegend landwirtschaftlich genutzt werden. Nach Norden fallen die Berge langsam zur Küste ab, hier sind auch die größten Städte zu finden, wie Chania, Rethymnon und Heraklion, während der Süden oft sehr steil ins Meer mündet. Hier sind auch die meisten Schluchten zu finden, die tiefeingeschnittene Täler, meist in Nord-Süd-Richtung, bilden. Die berümtesten sind wohl unter anderem die Samaria- und die Imbros-Schlucht. Im Winter sind es überwiegend die Westwinde, die den Regen bringen. Daher bekommt der Westen den Hauptteil des Regens und ist somit auch grüner, während der Osten nicht mehr soviel abbekommt und um einiges trockener ist.
Immer wieder fasziniert die überaus reiche Flora der Insel. Im zeitigen Frühjahr grünt und blüht es überall, obwohl es eigentlich schon im Oktober/November, nach dem ersten ergiebigen Regen, anfängt. Inzwischen habe ich auch in dieser Zeit Kreta besucht, so dass ein Teil der Pflanzenbilder aus dieser Vegetationsperiode stammt. Botanisch sind auch auf Kreta mehrere unterschiedliche Biotope anzutreffen; sie sind im Rhodos-Teil schon grob beschrieben und treffen auch für Kreta zu. Eine ausführliche Beschreibung der einzelnen Pflanzengesellschaften auf Kreta kann man in der "Exkursionsflora für Kreta" von R.Jahn/P.Schönfelder nachlesen.
Dem antiken Kreta begegnet man auf Schritt und Tritt, so unter anderem Knossos, Festos oder den ausgegrabenen Resten der antiken Stadt Gortys in der Mesara-Ebene. Über Land und Leute und die Kultur von Kreta ist jedoch schon häufig an anderer Stelle berichtet worden, daher beschränke ich mich vorwiegend auf Flora und Fauna. Dem interessierten Betrachter möchte ich aber einige Bilder von Orten und botanisch interessanten Biotopen nicht vorenthalten, wodurch die Sammlung erheblich angewachsen ist.

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Flora und Fauna auf Rhodos

Rhodos ist die größte Insel des Dodekanes und misst von Nord nach Süd etwa 80km und in West-Ost-Richtung etwa 40km. Sie wird auch die Insel des "Sonnengottes Helios" genannt.
Wichtiges kulturelles Zentrum ist die im Norden gelegene Stadt Rhodos mit ihrer schönen Altstadt. Besonders beeindruckend ist der berühmte Großmeisterpalast mit den antiken Mosaiken, sowie die Einfahrt in den Mandraki-Hafen, welche von den auf hohen Säulen stehenden Wappentieren, Hirsch und Hirschkuh, bewacht wird.
Auch auf Rhodos sind viele archäologische Funde bekannt geworden, so unter anderem Lindos mit seiner Akropolis oder den ausgegrabenen Resten der antiken Stadt Kamiros an der Westküste.
Botanisch sind mehrere unterschiedliche Biotope anzutreffen:
a) Einmal sind es die landwirtschaftlich genutzten Flächen, die zeitweise brach liegen, dazu gehören auch die Wiesen unter den Olivenbäumen. Dominierend sind hier die Wucherblumen (Chrysanthemum coronarium).
b) Dann sind es die weiten, lichten Zypressen- oder Kiefernwälder, die oft große Bestände von Strahlenanemone (Anemone blanda) und Rhodischem Alpenveilchen (Cyclamen rhodia) aufweisen.
c) Die Macchia mit ihren immergrünen Sträuchern, wie Erdbeerbaum und Johannisbrotbaum.
d) Die Phrygana mit ihren charakteristischen Sträuchern wie Zistrosen, Salbei und Dorniger Wolfsmilch. Sie beherbergt zwischen den Dornenpolstern häufig größere Bestände der verschiedensten Orchideen.
e) Die höheren Lagen in felsigem Gelände der Berge, z.B. am Attaviros.
f) An der Küste, hinter dem Strand in einem schmalen sandigen Streifen sind typische Pflanzen zu finden. Hier gedeihen Levkoje (Matthiola tricuspidata), Meerfenchel (Critmum maritimum) und Meersenf (Cakile maritima) um nur einige Charakterarten zu nennen.
Des Weiteren sind noch, wenn auch weniger häufig, Feuchtbiotope oder auch das Schwemmland der Flüsse interessant. Entsprechend dieser unterschiedlichen Biotope ist auch das Auftreten von Schmetterlingen, Spinnen und Eidechsen sehr vielfältig, wovon hier eine kleine Auswahl vorgestellt wird. Insgesamt gesehen sind Fundstellen für Pflanzen überall reichlich zu finden. Man muss nur mit offenen Augen durch das Land gehen. Sei es im Straßengraben, oder im lichten Kiefernwald. Je weiter man nach Süden kommt, wird der Tourismus weniger, jedoch wird dafür die Pflanzenwelt interessanter und ist weniger beeinflusst. Immer wieder findet man Gegenden, wo sich z.T. Äcker und Brachland mit Buschreihen abwechseln, wobei dazwischen auch Reste von mehr oder weniger dichter Phrygana erscheinen.
Für mich ist die beste Reisezeit im April, da der überwiegende Teil der Pflanzen dann blüht. Ob ich die Pflanzen der anderen Jahreszeiten noch ergänze, wird die Zeit zeigen, sprich, ob ich in dieser Zeit Rhodos besuche.

 

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